»Klezmer and ... Giora Feidman«
Das jiddische Wort Klezmorim bezeichnete umherziehende jüdische Musiker vor allem in deutschen und osteuropäischen jüdischen Gemeinden, die festliche Anlässe in Familie und Synagoge seit dem Mittelalter musikalisch ausgestalteten. Anfang der 70er Jahre begann Giora Feidman, sich nach 20 Jahren als Soloklarinettist beim Israel Philharmonic Orchestra mit dem spirituellen Erbe seines Volkes zu beschäftigen und initiierte damit die weltweite Renaissance der auch jewish soul genannten Klezmermusik. Seitdem gilt er international als Autorität auf diesem Gebiet.
1997 gelang es, Giora Feidman erstmals für einen Klezmerworkshop in der Bundesrepublik vom 08. bis 13. September in die Landesmusikakademie NRW einzuladen. Die Resonanz auf die Ausschreibung war groß. Schließlich konnten von etwa 75 Anfragen 43 Teilnehmer unterschiedlichster musikalischer Herkunft und Ausbildung, vom Laienmusiker und Musikpädagogen bis zum Berufsmusiker, zugelassen werden.
Vom ersten Moment an schlug Feidman mit seiner musikalischen Kompetenz und charismatischen Ausstrahlung die Teilnehmer in seinen Bann und formte zusammen mit den beiden Assistenten Helmut Eisel und Willem Garre aus dem Teilnehmerkreis eine homogene Gruppe, die in verschiedenen Formationen musizierte. Das Ergebnis des Workshops wurde unter Leitung von Giora Feidman im vollbesetzten Konzertsaal der Akademie vom Publikum bejubelt.