»Krabat«
Oper für die Jugend von Cesar Bresgen und Otfried Preußler
Die Förderung des Singens von Kindern und Jugendlichen ist immer wieder ein besonderes Anliegen der Musikpädagogik. Die Oper mit ihrer Verbindung von Gesang und Szene bietet dafür einen großen Anreiz und besondere Gestaltungsmöglichkeiten. Mit dem Jahresprojekt 1991 wurde das Thema »Musiktheater mit Kindern und Jugendlichen« aufgegriffen, dem an der Landesmusikakademie seither besonderes Interesse gilt. Gefördert von der Stiftung Kunst und Kultur NRW wurde die Jugendoper in Zusammenarbeit mit der Musikschule Gelsenkirchen in zwei Intensivphasen vom 08. bis 12. April und vom 19. Juli bis zum 04. August in Heek musikalisch einstudiert und in Szene gesetzt. Den Kinderchor, geleitet von Alfred Schulze-Aulenkamp, und das Orchester unter der Leitung von Christoph Haas stellte die Musikschule Gelsenkirchen. Stimmlich und musikalisch begabte Kinder aus der nächsten Umgebung wurden Ende 1990 durch eine Zeitungsnotiz für die Rollen der Kindersolisten zum Vorsingen eingeladen, ausgewählt und fast ein Jahr für ihre Aufgaben von Ernst Leopold Schmid musikalisch und stimmlich vorbereitet.
Die Kindersolisten waren:
Nicole Damberg und Wiebke Büsch (Kantorka)
Ansgar Stening und Wolfgang Schmid (Krabat)
Johannes Diekmann und David Tempelmann (Juro)
Martina Kzorek und Verena Wolf (Lyschko)
Jennifer Lork und Frederik Luka (Lobosch)
Die Rolle des Meisters konnte alternativ mit den beiden jungen Berufssängern Werner Bramer und Arnd Gothe besetzt werden. Die Regie übernahm der erfahrene Theaterregisseur Dieter Neuerburg, und die Ausstattung besorgte der im Münsterland lebende Künstler Piotr Sonnewend. Vor ausverkauften Häusern begeisterten die Aufführungen unter der musikalischen Leitung von Christoph Haas Publikum und Presse. Nach einer öffentlichen Generalprobe, der Premiere am 06. Oktober und einer weiteren Aufführung am 07. Oktober in Heek folgten Gastspiele am Kinder- und Jugendtheater Dortmund (26. Oktober), Stadttheater Remscheid (02. November), Musiktheater im Revier Gelsenkirchen (20. November), Stadttheater Bocholt (30. November) sowie in Oelde (01. Dezember).