Beste Bewertungen für »INSOMNIO«:
Preis der deutschen Schallplattenkritik –
Aufnahme in die Bestenliste 02/2011!
Der »Preis der deutschen Schallplattenkritik« ist eine Auszeichnung für qualitativ hochwertige Tonträger, die seit 1963 unabhängig von der Tonträgerindustrie von den in einem gleichnamigen Verein zusammengeschlossenen Musikkritikern vergeben wird.
In der Mitte jeden Kalendervierteljahres veröffentlicht der Verein »Preis der deutschen Schallplattenkritik« außerdem Bestenlisten, in denen Tonträger-Veröffentlichungen, die von den Jurys als herausragend erachtet werden, zusammengefasst sind. Alljährlich werden im Herbst Jahrespreise in verschiedenen Sparten für hervorragende Veröffentlichungen aus den vergangenen zwölf Monaten vergeben.
Aufgrund ihrer exemplarischen Referenzqualität für Produktionen zeitgenössischer Musik ist die SACD »insomnio«, die das Label encora! in Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk produziert hat, in die Bestenliste 02/2011 aufgenommen worden – wir freuen uns mit dem encora!-Labelgründer Matthias Reuland!
INSOMNIO
Insomnio ist eines der führenden niederländischen Ensembles für neue Musik und zeigt sich mit dieser beim DeutschlandFunk in Köln produzierten Scheibe von seiner besten Seite. »nemo«, 1997 von Jukka Tiensuu komponiert, entführt in Klangwelten eines Niemandslandes. Bei James Woods »De telarum mechanicae« (2007) geht es um ein Geflecht aus Tönen, ähnlich wie bei einem Webstuhl, daher auch der Titel, während bei Roderik de Mans Komposition »Chromophores«, die ebenfalls 2007 fertiggestellt wurde, die Solomandoline mit den übrigen Instrumenten und diversen Bandzuspielungen wetteifert. Das älteste Werk dieser Produktion entstand 1992: »Islands« von Luca Francesconi schließlich ist ein Klavierkonzert mit Laura Sandee als Solistin, die ihren Part mit Verve und viel Brillanz meistert. Die vorliegende Hybrid-SACD enthält eine Surround- und Stereomischung (Hybrid-SACD: 5.1 / Stereo).
Genug der Worte – hier ist der »INSOMNIO«-Trailer!
Den deutschsprachigen »INSOMNIO«-Trailer können Sie sich auf YouTube hier ansehen: Zum Trailer ...
Die Musiker
Allein schon durch seinen auf Spielfreude und Emotionaliltät zielenden interpretatorischen Ansatz nimmt das in Utrecht ansässige Ensemble Insomnio eine junge Position innerhalb der zeitgenössischen Musik ein. Mittlerweile ist es nicht nur in der niederländischen Musikszene, sondern auch international eine feste Größe. Mit sprühender Energie widmen sich die durchweg jungen Musiker vor allem neuer und neuester Musik, Abstecher in die klassische Moderne nicht ausgeschlossen. Angestrebt wird, die Werke im wahrsten Sinne des Wortes zu verlebendigen, wozu auch die Hervorhebung musikantischer Aspekte gehört. Für Insomnio ist dies Programm, sonst entsteht Schreibtischmusik und Komponisten werden zu Schreibtischtätern herabgesetzt. Zwar signalisiert diese Ausrichtung Unabhängigkeit von ästhetischen Dogmen. Die Loslassung von überkommenen Vorgaben und die Freisetzung des Klangs in vermeintlich neue Freiheiten geschehen jedoch nicht im luftleeren Raum. So unpolitisch es anmutet, über Musik ganz unterschiedlicher Herkunft zu verfügen, sie jederzeit aufgreifen und miteinander konfrontieren zu können, so steht dies doch in politischen und wirtschaftlichen Kontexten. Auf der einen Seite mag sich darin das Fallen innerer und äußerer Grenzen widerspiegeln; auf der anderen Seite zieht die Aufhebung ästhetischer Beschränkungen und kultureller Wertmaßstäbe in einem zwar offenen, aber zur Dominanz des freien Marktes tendierenden Gesellschaftsgefüge neue Abhängigkeiten nach sich – Abhängigkeiten von Quoten, von Mäzenen, die vor allem ihre eigenen Interessen verfolgen, vom Geschmack eines kaum zu erreichenden Massenpublikums. Mitgewirkt haben bei dieser Insomnio-Produktion:
... oder doch lieber noch mehr Informationen?
encora! – Homepage des Labels von Matthias Reuland mit Online-Shop: Link …
Der »Preis der deutschen Schallplattenkritik« in Wikipedia: Link …
Die vollständige Bestenliste »02/2011« beim »Preis der deutschen Schallplattenkritik«: Link …
Partner dieser Aufnahme: Der Deutschlandfunk! Link …
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