Hugo Wolf: Italienisches Liederbuch
Nach den großen deutschen Liederkomponisten der Romantik wie Franz Schubert und Robert Schumann war es vor allem Hugo Wolf (1860–1903), dem es gelang, an diese Liedtradition anzuknüpfen, sie in der Charakterisierung der Sujets wie in der musikalischen Umsetzung der Texte mit den durch Franz Liszt und Richard Wagner erweiterten rhythmischen und harmonischen Mitteln weiter zu entwickeln und so das romantische deutsche Klavierlied zu einer neuen Blüte, aber auch zu einem Abschluss zu führen. Zwischen 1888 und 1890 entstanden die großen Liederzyklen auf Gedichte von Eduard Mörike, Joseph von Eichendorff und Johann Wolfgang von Goethe. Vor allem die 1888 erschienenen 53 Mörike-Lieder festigten den Ruf Hugo Wolfs als Liedkomponist. Die 1890 und 1896 komponierten 46 Lieder des Italienischen Liederbuches liegen nun auf dem Label »audite!nova« der Landesmusikakademie NRW in einer neuen Edition vor. Bildergalerie
Inhalt
Hugo Wolf (1860–1903): Italienisches Liederbuch
01 Auch kleine Dinge können uns entzücken
02 Mir ward gesagt, du reisest in die Ferne
03 Ihr seid die Allerschönste
04 Gesegnet sei, durch den die Welt entstund
05 Selig ihr Blinden
06 Wer rief dich denn?
07 Der Mond hat eine schwere Klag’ erhoben
08 Nun lass uns Frieden schließen
09 Dass doch gemalt all’ dein Reize wären
10 Du denkst mit einem Fädchen mich zu fangen
11 Wie lange schon war immer mein Verlangen
12 Nein, junger Herr
13 Hoffärtig seid Ihr, schönes Kind
14 Geselle, woll’n wir uns in Kutten hüllen
15 Mein Liebster ist so klein
16 Ihr jungen Leute
17 Und willst du deinen Liebsten sterben sehen
18 Heb auf dein blondes Haupt
19 Wir haben beide lange Zeit geschwiegen
20 Mein Liebster singt
21 Man sagt mir, deine Mutter woll’ es nicht
22 Ein Ständchen Euch zu bringen
23 Was für ein Lied soll dir gesungen werden
Deutsche Textfassung: Paul Heyse (1830–1914)
24 Ich esse nun mein Brot nicht trocken mehr
25 Mein Liebster hat zu Tische mich geladen
26 Ich ließ mir sagen und mir ward erzählt
27 Schon streckt’ ich aus im Bett die müden Glieder
28 Du sagst mir, dass ich keine Fürstin sei
29 Wohl kenn’ ich Euern Stand
30 Lass sie nur gehn, die so die Stolze spielt
31 Wie soll ich fröhlich sein
32 Was soll der Zorn, mein Schatz
33 Sterb’ ich, so hüllt in Blumen meine Glieder
34 Und steht Ihr früh am Morgen auf
35 Benedeit die sel’ge Mutter
36 Wenn du, mein Liebster, steigst
37 Wie viele Zeit verlor ich zum Himmel auf
38 Wenn du mich mit den Augen streifst
39 Gesegnet sei das Grün
40 O wär’ dein Haus durchsichtig wie ein Glas
41 Heut’ Nacht erhob ich mich
42 Nicht länger kann ich singen
43 Schweig einmal still
44 O wüsstest du, wie viel ich deinetwegen
45 Verschling’ der Abgrund meines Liebsten Hütte
46 Ich hab’ in Penna einen Liebsten wohnen
Die Interpreten
Bettina Pieck (Mezzosopran) studierte Kirchenmusik an der Hochschule für Musik Detmold. Anschließend nahm sie dort ein Gesangsstudium bei Heiner Eckels auf, das sie mit der künstlerischen Reifeprüfung abschloss. Meisterkurse bei Ingeborg Danz und Thomas Quasthoff rundeten ihre Gesangsausbildung ab. Seit 2002 ist sie Mitglied des Rundfunkchores Berlin. Sie konzertiert vor allem als Lied- und Oratoriensängerin, übernahm aber auch Partien in Opern von Mozart, Poulenc und Henze. Als Solistin trat sie unter Dirigenten wie Marek Janowski, Tonu Kaljuste, Uwe Gronostay und Simon Halsey in der Philharmonie und dem Konzerthaus Berlin auf. Daneben wirkte sie an zahlreichen Rundfunk- und CD-Produktionen mit. Zu ihrem Konzertrepertoire gehören vor allem Werke von Bach, Beethoven, Brahms, Händel, Mendelssohn, Mahler, Schumann und Wolf.
Christopher Jung (Bariton) studierte zunächst Medizin, bevor er von 1993 bis 1998 an den Musikhochschulen Berlin und Leipzig bei Prof. Helga Forner mit Auszeichnung ein Gesangsstudium absolvierte. Daran anschließend wurde er in den Meisterklassen von Dietrich Fischer-Dieskau und Aribert Reimann unterrichtet. Sein Operndebüt gab der junge Bariton in der Rolle des Papageno in Mozarts Zauberflöte am Mittelsächsischen Theater Freiberg. Seither führen ihn zahlreiche Engagements an renommierte Bühnen im In- und Ausland, u. a. zum Theaterfest nach Delphi (Griechenland), mit einer »Winterreise« nach Indien, zum MDR Musiksommer, zu den Dresdner Musikfestspielen, dem Bachfest Leipzig, an die Komische Oper Berlin, die Oper Leipzig und die Kölner Philharmonie. Im Herbst 2001 wurde er als Dozent an die Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg berufen. Er besuchte Meisterkurse bei Walter Berry, Hans Hotter und Graham Johnson. Zahlreiche Rundfunkaufnahmen und mehrere CDs dokumentieren sein bisheriges Schaffen.
Ernst Leopold Schmid (Klavier) ist seit 1989 Direktor der Landesmusikakademie NRW. Er studierte Klavier an der Musikhochschule München bei Ludwig Hoffmann. Ein privates Gesangs- und Dirigierstudium ergänzte seine musikalische Ausbildung. Als Fachbereichsleiter, Gesanglehrer und Chorleiter sammelte er Erfahrungen an der städtischen Musikschule Mannheim. Fast zehn Jahre war er als stellvertretender Chordirektor und Stimmbildner des Tölzer Knabenchors an den Zentren des Musiklebens im In- und Ausland tätig. Heute ist er als Liedbegleiter, Gesanglehrer und Chorleiter tätig. Als Dozent für Chorleitung und Stimmbildung leitet er Fortbildungen in und außerhalb der Akademie. An der Musikhochschule Münster unterrichtete er acht Jahre im Lehrauftrag die Fächer Stimmphysiologie und Kinder- und Jugendstimmbildung. Mit Bettina Pieck und Christopher Jung verbindet ihn eine jahrelange intensive gesangspädagogische wie künstlerische Zusammenarbeit.
CD-Bestellung
Die CD ist nur über die Landesmusikakademie NRW zum Preis von € 10.– bestellbar.
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